Fassade Planckstraße

Grundlage der Restaurierung war nicht die Rekonstruktion der Fassade, sondern die Reparatur vorhandener noch verbliebener Bauschmuckelemente im Rahmen eines Reparaturkonzeptes. Alte Putzflächen wurden gesichert und verfestigt. Neue Flächen mit einem in Farbigkeit und Sieblinie abgestimmten Kalkputz (Otterbeiner Kalk) angearbeitet. Die Putzflächen wurden mehrfach gem. farblicher Bestandsuntersuchung auf Silikatbasis lasiert. Es entstand somit ein sehr lebhaftes Gesamterscheinungsbild. Die stark geschädigten Karyatiden der Fassaden wurden in Teilen abgenommen, in der Werkstatt saniert und wieder zusammengesetzt, in Teilen wurden die Figuren an der Fassade saniert. Die Sanierung aller Fassaden wurde in enger Zusammenarbeit mit der Landesdenkmalpflege Berlin durchgeführt.

Fassadengestaltung

Die Fassaden wurden durch den Bildhauer Ernst Westphal geschaffen. Der spielerisch wirkende Fassadenschmuck spielt auf die Nutzung im Inneren des Gebäudes an. Die Fassade zeigt ein eigenständiges Ornamentspiel, dass sich stilistisch am ehesten an den Jugendstil angliedern lässt. Die Kolossalpilaster sowie der mächtige Architrav im 3. OG beziehen sich auf die ehemalige Eisarena mit Ihrem Fassadenschmuck. Das Wellengesims oberhalb des Architravs nimmt Bezug zum Admiralsbad, das sich hinter diesem Fassadenteilen befindet. Die Fassade befand sich in einem desolaten Zustand und musste grundlegend restauriert werden.

Der weitere Fassadenschmuck, ob Guss- oder Antragsstuckelemente, wurde von alten Überformungen befreit und gesichert. Die Farbgebung wurde nach restauratorischer Befunduntersuchung umgesetzt.
Die Fenster der Erker wurden nach Originalvorbild als Verbundfenster rekonstruiert.
Im Rahmen des Reparaturkonzeptes wurde entschieden, die bauzeitlichen und mittlerweile nicht mehr vorhandenen Fensteranlagen der Ränge nicht zu rekonstruieren.
Die Fassaden konnten im August 2008 fertig gestellt werden.